Satellite Awards 2013

Die 18. Verleihung der Satellite Awards, welche die International Press Academy (IPA) jedes Jahr in verschiedenen Film- und Medienkategorien vergibt, fand am Sonntag, den 23. Februar 2014 im InterContinental Hotel in Los Angeles statt. Bei den 18. Satellite Awards wurden Filme und Serien des Jahres 2013 geehrt.

12 Years a Slave
Matthew McConaughey – Dallas Buyers Club
Cate Blanchett – Blue Jasmine
Jared Leto – Dallas Buyers Club
June Squibb – Nebraska
Blackfish
The Broken Circle, Belgien
Wie der Wind sich hebt
Steve McQueen – 12 Years a Slave
Jeff Pope und Steve Coogan – Philomena
Eric Warren Singer und David O. Russell – American Hustle
Steven Price – Gravity
Young & Beautiful von Elizabeth Grant und Rick Howels – Der große Gatsby
Bruno Delbonnel – Inside Llewyn Davis
Gravity – Tim Webber, Chris Lawrence, David Shirk und Neil Corbould
American Hustle – Alan Baumgarten, Jay Cassidy und Crispin Struthers
Gravity
Der große Gatsby – Beverley Dunn und Catherine Martin
The Invisible Woman – Michael O’Connor
Nebraska
Breaking Bad
Orange Is the New Black
Game of Thrones
Dancing on the Edge
Bryan Cranston – Breaking Bad
Robin Wright – House of Cards
John Goodman – Alpha House
Taylor Schilling – Orange Is the New Black
Michael Douglas – Liberace – Zu viel des Guten ist wundervoll
Elisabeth Moss – Top of the Lake
Aaron Paul – Breaking Bad
Laura Prepon – Orange Is the New Black
Orange Is the New Black

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Lin Biao

Lin Biao (chinesisch 林彪, Pinyin Lín Biāo) oder Lin Piao, Geburtsname Lin Yurong (林育容), (* 5. Dezember 1907 in Hubei; † 13. September 1971 in Öndörchaan, Mongolei) war ein wichtiger chinesischer Politiker an der Seite Mao Zedongs.

Lin Biao besuchte einige Jahre eine Elementarschule, bevor er 1916 für etwa ein Jahr auf eine Privatschule ging. Gegen den Willen seines Vaters schlug Lin Biao eine militärische Laufbahn ein.
Lin Biao und Ye Qun (葉群 / 叶群, Yè Qún) heirateten 1942. Zusammen hatten sie zwei Kinder. Einen Sohn Lin Liguo (林立果, Lín Lìguǒ), der auch als „Tiger“ (老虎, Lǎohǔ) bekannt war, und eine Tochter Lin Liheng (林立恒, Lín Lìhéng), die auch Lin Doudou (林豆豆), nach Lin Biaos Lieblingsspeise, genannt wurde.
Lin Biao war der Sohn eines kleinen Grundbesitzers und wurde am 5. Dezember 1907 in Huanggang, in Hubei geboren. Er war beeinflusst durch soziale und kulturelle Umbrüche innerhalb Chinas und an dem Sozialismus sowie dem Kommunismus interessiert. 1923 trat er daher der sozialistischen Jugendliga bei. Mit 18 trat er in die Whampoa-Militärakademie ein, wo er von Zhou Enlai und dem sowjetischen General Wassili Blücher gefördert wurde. 1926 beendete er seine dortige Ausbildung und trat 1927 der Kommunistischen Partei Chinas bei. In der Folge unterstützte er Mao Zedong beim Aufbau des kommunistischen Staates in China und kämpfte als Befehlshaber des 1. Armeekorps gegen die Kuomintang-Truppen unter Chiang Kai-shek. Auf dem Langen Marsch (1934–1935) befehligte Lin die Vorhut der Roten Armee. Lin Biao wurde 1938 während eines Gefechts schwer verletzt und hielt sich daher zwischen 1938 und 1942 in der Sowjetunion auf, um sich dort medizinisch behandeln zu lassen; nach seiner Rückkehr nach China wurde er 1945 Mitglied des Zentralkomitees der KPCh und 1946 Oberkommandierender der Roten Armee.
Im Bürgerkrieg gegen Chiang Kai-shek eroberte er die Mandschurei und schuf damit die Voraussetzung für den Sieg der kommunistischen Truppen 1949. 1954 wurde er stellvertretender Ministerpräsident der Volksrepublik China, 1955 Marschall und Mitglied des Politbüros und 1959 Verteidigungsminister anstelle von Peng Dehuai. 1960 gab er die Anweisung, dass die Soldaten Mao-Zitate auswendig lernen mussten. Daraus entwickelte sich schließlich die „Mao-Bibel“. 1966 beteiligte er sich an der Seite Maos führend an der Kulturrevolution; 1969 wurde er zum Stellvertreter des Parteivorsitzenden Mao ernannt und löste Liu Shaoqi, der durch seine Kritik an Mao bei diesem in Ungnade gefallen war, als stellvertretenden Parteivorsitzenden ab. Damit war er der designierte Nachfolger Mao Zedongs.
Lin kam am 13. September 1971 bei einem Flugzeugabsturz ums Leben – nach offizieller Darstellung nachdem ein Staatsstreich, den er geplant hatte, aufgedeckt worden war und er in die Sowjetunion fliehen wollte. Sein Flugzeug stürzte über der mongolischen Wüste ab, offenbar weil versucht wurde, dem Radar durch Niedrigflug zu entkommen, was zu einem erhöhten Treibstoffverbrauch führte. Alle Insassen des Flugzeugs, einschließlich Lin Biaos Frau Ye Qun und sein Sohn Lin Liguo, starben. Nach dem Tod wurden Lin Biaos „Verbrechen“ bekannt gegeben, für die allerdings die eindeutigen Beweise fehlen. Zudem wurde erst 2 Monate nach dem Tod ein Dokument über das „Projekt 571“ (五七一工程; Pinyin: Wǔqīyī Gōngchéng) gefunden, das eine Ideensammlung für den Staatsstreich darstellt. Allerdings konnte auch hier keine eindeutige Verbindung zwischen Lin Biao und diesem Dokument festgestellt werden. Fraglich ist ferner, warum Lins Tochter Lin Liheng nicht mit an Bord des Flugzeugs war; und warum Lin Biao, militärisch sehr erfolgreich, die Flucht ergriff, ohne in den Widerstand zu gehen.
Nach Jung Chang ging dem Ganzen ein Streit mit Mao voraus, der sich offenbar von der Machtfülle Lins bedroht fühlte – nachdem diese von Mao selbst herbeigeführt worden war, weil er Lin Biaos Unterstützung als Oberbefehlshaber der Armee dringend für die geplante Kulturrevolution brauchte, weil seine Position in der Partei durch die Kritik Peng Dehuais, vor allem aber auch Liu Shaoqis stark geschwächt worden war. In diesem Zusammenhang hatte Mao auch der Entmachtung des ihm ergebenen und von ihm favorisierten Generalstabschefs Luo Ruiqing zustimmen müssen. Außerdem hatte Lin Biao während der Kulturrevolution die Armee von allen Anhängern Peng Dehuais gesäubert, große Teile des Staatsapparats mit Armeeangehörigen seines Vertrauens neu besetzt, und es war für ihn ein kleiner Personenkult eingerichtet worden.
Im August 1970 kam es auf der 2. Plenarsitzung des Zentralkomitees in Lushan, die einberufen wurde um den 4. Nationalen Volkskongress vorzubereiten, zum Streit um die Wiedereinführung des Präsidentenamtes, das Lin wahrscheinlich aus dem Grunde erneuern und auf Mao übertragen lassen wollte, weil er dann selbst Vizepräsident hätte werden können und damit auch offiziell an zweiter Stelle in Chinas Machtgefüge gestanden hätte. Dieses Amt war durch den Fall des Liu Shaoqi frei geworden. Lin stellte diesen Antrag ohne vorherige Rücksprache mit Mao, und der Ständige Ausschuss des Politbüros, stimmte bis auf Mao zu. Insbesondere Chen Boda unterstützte Lin, weswegen er bald darauf im Gefängnis verschwand. Lin führte an, dass Mao den Marxismus-Leninismus genial, kreativ und umfassend entwickelt hatte und bezeichnete ihn als das größte Genie und als einzig möglichen Kandidaten für dieses Amt. Alle Mitglieder des Komitees wussten, dass das die Lobrede Lin Biaos im Vorwort des Kleinen Roten Buches war. Zhang Chunqiao schlug vor diese drei Adverbien nicht zu verwenden, weil Mao sie nicht in der Parteiverfassung aufnehmen wollte. Mao legte sein Veto gegen die Wiedereinführung des Amtes ein, und forderte Lin zu einer „Selbstbezichtigung“ auf, ein demütigendes Verfahren, dem sich schon viele hochrangige Kommunisten, u.a. auch Zhou Enlai, unterwerfen mussten. Doch Lin lehnte ab. Im Juli 1971 entschied sich Mao schließlich dafür Lin und seine Generäle, Huang Yongsheng (黄永胜), Wu Faxian, Li Zuopeng (李作鹏) und Qiu Huizuo (邱会作), loszuwerden. Deshalb unternahm er vom 15. August bis zum 12. September eine Reise durch den Süden Chinas, um die Funktionäre auf den Sturz Lin Biaos und seiner Generäle vorzubereiten.
Zu einem Eklat kam es bei den Feiern zum 1. Mai auf dem Tian’anmen-Platz, als Lin sich über das Protokoll hinwegsetzte und nur eine Minute erschien, ohne mit Mao und seinen Gästen, u. A. Prinz Sihanouk aus Kambodscha, zu sprechen. Auf diese Weise erfuhr die Öffentlichkeit, dass die Führungsriege uneins war. Es gibt viele verschiedene Theorien, was sich in der Nacht auf den 13. September 1971 wirklich zugetragen hat. Es existiert die Theorie, dass Lins Sohn Lin Liguo, auch „Tiger“ genannt, mit Freunden ein Attentat auf Mao plante, das jedoch nicht zustande kam, weil die Unterstützung aus der Armee nicht ausreichend war und Tiger Selbstmordattentate seiner Freunde ablehnte. Lin, seine Frau und ihr Sohn wollten nun per Flugzeug in die Sowjetunion fliehen, doch Lins Tochter Lin Liheng, die nicht in die Pläne eingeweiht war, und verhindern wollte, dass ihrem Vater etwas zustößt, verriet ungewollt den Fluchtplan an die Unit 8341, so dass die Familie früher als geplant aufbrechen und ein noch nicht vollgetanktes Flugzeug besteigen musste. Um dem Radar zu entkommen, flog das Flugzeug sehr niedrig, was den Treibstoffbedarf erhöhte, und stürzte schließlich über Öndörchaan in der Mongolei ab. Die Bevölkerung erfuhr erst mit einjähriger Verspätung von seinem Tod.
Die Kommunistische Partei stellte Lin als Verräter dar. So wurden alle Auflagen der „Mao-Bibel“, die bis dahin ein Vorwort Lin Biaos enthielten, wieder eingezogen. Im August 1973 wurde er nachträglich aus der Partei ausgeschlossen. 1974 begann die Kampagne „Kritisiert Konfuzius und Lin Biao“ (批林批孔运动; Pinyin: Pī Lín pī Kǒng yùndòng).
Der Lin-Biao-Zwischenfall ist eines der größten Mysterien der Kulturrevolution, da es verschiedenste Theorien gibt, was sich in der Nacht vom 12. auf den 13. September 1971 wirklich zugetragen hat. Außerdem gibt es Grund zu der Annahme, dass viele Zeugen, die vernommen wurden, zu einer Falschaussage genötigt worden sind. Ungeklärt ist außerdem bis heute, ob Lin Biao selbst einen Staatsstreich plante, oder ob sein Sohn und seine Frau solche Pläne hatten und Lin Biao nicht darüber in Kenntnis setzten.
Weitere Veröffentlichungen Lin Biaos sind in dem Sammelband „Wichtige Dokumente der Großen Proletarischen Kulturrevolution“ (Verlag für fremdsprachige Literatur, Peking 1970) enthalten.

Friedrich Albert von Langenn

Friedrich Albert von Langenn (* 26. Januar 1798 in Merseburg; † 30. Dezember 1868 in Dresden) war ein sächsischer Jurist und Historiker.
Von Langenn wurde in Merseburg geboren. Er studierte vom 23. Oktober 1816 bis 22. Januar 1820 an der Universität in Leipzig Jura. Langenn war Beamter des sächsischen Beamtentums und gehörte dem evangelischen Glauben an. Als Geheimrat war er als Erzieher für Prinz Albert, dem späteren König Albert von Sachsen, persönlich verantwortlich. Mit der Ablegung der Reifeprüfung des Prinzen, am 13. März 1845, endete diese Aufgabe. Zunächst hatte er von 1820 bis 1822 eine Professur an der Universität Leipzig inne. Danach war von Langenn im sächsischen Justizministerium tätig.
Hof- und Justizrat Friedrich Albert von Langenn wird im Jahre 1835 die Ehrenbürgerwürde der Stadt Leipzig verliehen. Dort wurde von Langenn ab 1832 als „Provisorischer königlicher Regierungs-Commissar“ eingesetzt, um nach den Septemberunruhen des Jahres 1830 die Arbeit des bisherigen königlichen Kommissars Müller fortzusetzen.
Langenn hatte auch eine Biographie auf zu Moritz von Sachsen vorgelegt. Diese konnte wissenschaftlichen Ansprüchen nur recht unvollkommen genügen, da er seine Abschriften, die seiner Darstellung zugrunde lagen, die größten Teiles aus dem Dresdner Archiv stammten, leider nicht signierte. Dieser Mangel einer wissenschaftlichen Ansprüchen genügenden Edition der Politischen Korrespondenz wurde seit Erich Brandenburg 1901 mit Unterbrechungen bis 2006 behoben. Ähnliches läßt sich zu seinen Arbeiten u.a. zu Christoph von Carlowitz sagen. Im Jahr 1865 wurde er zum Mitglied der Leopoldina gewählt.