Oskar Welzl

Oskar Welzl (* 30. Juni 1928 in St. Pölten) ist ein österreichischer Rechtsanwalt. Er war Vizepräsident des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages sowie zwischen 1985 und 1997 Präsident der Oberösterreichischen Rechtsanwaltskammer.

Oskar Welzl wurde als Sohn des gleichnamigen Staatsanwaltes in St. Pölten und späteren Oberstaatsanwaltes in Linz geboren.
Nach der Matura am Akademischen Gymnasium in Linz und dem Studium der Rechtswissenschaften in Wien arbeitete er ab 1952 als Rechtsanwaltsanwärter in Linz. Seit 1958 ist er dort Rechtsanwalt. Von 1985 bis 1997 war Welzl Präsident der Oberösterreichischen Rechtsanwaltskammer und Vizepräsident des Österreichischen Rechtsanwaltskammertages. Nach Beendigung seiner Funktion als Präsident der Oberösterreichischen Rechtsanwaltskammer wurde er von der Hauptversammlung am 5. September 1997 zum Ehrenpräsidenten gewählt.
Ab 1988 gehörte er dem Kuratorium zur Gründung des Ludwig-Boltzmann-Institutes an und war von 1988 bis 1992 Vorsitzender der Landeskonferenz der Freien Berufe Oberösterreichs.

Fußball-Oberliga Berlin 1985/86

Berliner-Meister 1985/86 wurde der SC Charlottenburg, der sich damit für die Aufstiegsrunde zur 2. Bundesliga qualifizierte. Vizemeister 1. Traber FC Mariendorf vertrat Berlin bei der Amateurmeisterschaft. Durch den Abstieg von Tennis Borussia Berlin aus der 2. Bundesliga musste neben den Neulingen Lichtenrader BC 25 und SC Westend 1901 auch TuS Makkabi Berlin den Gang in die Landesliga antreten. Die Amateure von Hertha BSC spielten durch den Abstieg der Lizenzmannschaft aus der 2. Bundesliga künftig in der Oberliga-Reserverunde.

Die Kreuztabelle stellt die Ergebnisse aller Spiele dieser Saison dar. Die Heimmannschaft ist in der linken Spalte aufgelistet und die Gastmannschaft in der obersten Reihe.
Gruppe Nord
1974/75 | 1975/76 | 1976/77 | 1977/78 | 1978/79 | 1979/80 | 1980/81 | 1981/82 | 1982/83 | 1983/84 | 1984/85 | 1985/86 | 1986/87 | 1987/88 | 1988/89 | 1989/90 | 1990/91
Männer
Bundesliga | 2. Bundesliga Oberligen:  Baden-Württemberg | Bayern | Berlin | Hessen | Nord | Nordrhein | Südwest | Westfalen
Pokalwettbewerbe: DFB-Pokal | Verbandspokale
Junioren: Meisterschaft der A-Junioren | Meisterschaft der B-Junioren
Frauen
Meisterschaft Pokalwettbewerb: DFB-Pokal

Jamo

Die 51 jamo (wörtlich „Mütter der Buchstaben/Schriftzeichen“, auch 낱자 natja genannt) sind die im 15. Jahrhundert geschaffenen Buchstaben einer Hangeul genannten Alphabetschrift, die heute zum Schreiben des Koreanischen verwendet wird.
Im Folgenden sind die Wörter „Konsonant“, „Vokal“ und „Silbe“ eher in (ortho-)graphischer als phonetischer Hinsicht zu verstehen. Diese ungenauen Begriffe ersetzen aus Platzgründen genauere Beschreibungen. Vergleichbar wäre in bezug auf die deutsche Schrift die Bezeichnung des r als Konsonantbuchstabe trotz nicht konsonantischer Aussprache beispielsweise im Wort „er“.
Neben 24 einfachen (nicht zusammengesetzten) jamo gibt es noch 27, die aus zwei oder drei dieser einfachen jamo-Grapheme zusammengesetzt sind. Jedes einfache oder zusammengesetzte jamo repräsentiert ein Morphophonem der Sprache des 20. Jahrhunderts, wobei zu beachten ist, dass die zusammengesetzten oft nicht einfach als Aufeinanderfolge ihrer Bestandteile ausgesprochen werden.
Die 24 einfachen jamo sind:
Fünf der einfachen Konsonanten können verdoppelt geschrieben werden und bilden dann weitere fünf Doppelschreibweisen (ssangjamo), während elf komplexe Konsonantengebilde (bokjamo) aus zwei jeweils verschiedenen Konsonanten nebeneinander geschrieben werden.
Die Grundvokale können zu 11 weiteren Di- und Trigraphen zusammengesetzt werden, von denen allerdings nur ㅢ ein Diphthong im engsten Sinne ist, und das nur im Wortanlaut der Standardsprache.
Zusammengefasst gibt es:
Anders als die Buchstaben des lateinischen Alphabets werden die jamo beim Schreiben nicht einfach in einer Kette von links nach rechts aneinandergesetzt. Vielmehr werden die jamo jeder (orthographischen) Silbe in einem Block gruppiert. Jeder Block wird in der Reihenfolge der Aussprache aus folgenden Teilen zusammengesetzt:
Ob das erste jamo (im Bild schwarz) eines Silbenblocks oben, links oder oben links im Block geschrieben wird, hängt davon ab, welches vokalische jamo (im Bild rot) ihm folgt und ob danach noch ein konsonantisches jamo (im Bild gelb) folgt.
Die fertigen L-V(-T)-Blöcke werden dann von links nach rechts hintereinandergeschrieben; ist eine Zeile voll, wird darunter eine neue von links nach rechts laufende begonnen.
Jamo mit ähnlichen Lautwerten ähneln einander mitunter auch graphisch, beispielsweise ähnelt ein jotierter Vokal graphisch sowohl seiner nicht jotierten Entsprechung als auch jedem anderen jotierten Vokal: Die langen Striche zeigen den vokalischen Lautwert und das Vorhandensein oder Fehlen eines vorangestellten w-Lautes an. Alle jotierten jamo haben zwei kurze Striche, wo das jamo desselben Vokals in nicht jotierter Form nur einen kurzen Strich hat (siehe Bild).
Während sich Konsonantenquantität in der jamo-Schreibung niederschlägt (z. B. wird das Wort 언니 eonni mit langem [n] gesprochen, was man an den beiden ᅟᅠᆫᄂᅠ erkennt), findet Vokalquantität in der Schrift keinen Ausdruck, obwohl sie in einigen Dialekten über die Bedeutung eines Wortes entscheidet – in manchen Dialekten wird der Unterschied durch Ton statt Quantität ausgedrückt. Aus der Hochsprache ist die Vokalquantität als bedeutungstragendes Merkmal allerdings verschwunden oder ist im Schwinden begriffen.
In Nordkorea ist eine Variante des ㅌ sehr verbreitet, die aus einem ㄷ mit darüber liegendem Querstrich (selten auch einem kurzen, auf das ㄷ gesetzten Strich) besteht (siehe Bild). Insgesamt hat sich das Aussehen der jamo seit ihrer Schaffung weder in der Hand- noch in der Druckschrift wesentlich gewandelt; beim Vergleich ältester Druckschriften mit heutigen fällt bloß eine größere Ähnlichkeit letzterer mit Handschriften auf, etwa im jamo ㅈ.
Ebenso wenig wurden die Regeln, die die graphische Anordnung der jamo zu Silbenblöcken bestimmen, verändert; hier ist lediglich die in südkoreanischen Druckschriften übliche, in nordkoreanischen aber kaum gebräuchliche Graphemanordnung in den zusammengesetzten Vokal-jamo ㅝ und ㅞ zu nennen. Zwar gab es vor allem Anfang des 20. Jahrhunderts in Russland Versuche, sogar die Gruppierungen zu Blöcken aufzugeben und die einzelnen jamo stattdessen einfach wie die Buchstaben der westlichen Alphabete von links nach rechts zu schreiben; solche Reformen konnten sich aber nicht durchsetzen.
Die Anordnung der Silbenblöcke zu von links nach rechts verlaufenden Zeilen hingegen ist vergleichsweise jung. Zunächst wurden sie vertikal angeordnet, wobei die erste Spalte eines Textes rechts stand und die letzte links. Im Zuge der Modernisierung Koreas hielten dann Leer- und Satzzeichen Einzug. Noch während der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts war die heute seltene Vertikalschrift sehr üblich.
Vom 15. bis Anfang des 20. Jahrhunderts konnte der Lead-Teil von Silben auch aus komplexen statt nur aus einfachen oder doppelten jamo bestehen. Im Trail indes gab es wegen damals nicht morphophonemischer Schreibung jahrhundertelang nie mehr als einen einfachen Konsonanten, was 1933 mit einer erfolgreichen Vereinheitlichung der Rechtschreibung endgültig geändert wurde.
Seit der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts, als die jamo geschaffen wurden, sind einige von ihnen außer Gebrauch geraten, während keinerlei Neuschöpfungen das Grapheminventar bereicherten. Mitte des 20. Jahrhunderts gab es in Nordkorea Bestrebungen, mithilfe einer Reihe neuer Grapheme, deren Aussehen sich an dem bestehender jamo-Grapheme orientierte, das jamo-Zeicheninventar dem der koreanischen Morphophoneme noch stärker anzugleichen (neue jamo mit Beispielwörtern); auch dieser letzte große Reformversuch fand aber wenig Unterstützung und wurde aufgegeben, sodass die jamo eines Wortes heute nur eingeschränkt Aufschluss über dessen Flexion geben.
Die südkoreanischen Standardisierung 1969 legte den Grundstein einer Meinungsverschiedenheit über die beste jamo-Tastaturbelegung:
Die Belegungen 3[se]-, 4[ne]- und 5[daseot]-beolsik sind inzwischen weitgehend außer Gebrauch geraten.
Bei der heute üblichen 2[du]-beolsik-Belegung liegen die Konsonanten auf der linken Tastaturhälfte, die Vokale (vowel/jungseong) auf der rechten. Zur Eingabe eines Konsonanten im Silbenauslaut (trail/jongseong) wird dieselbe Taste wie zu seiner Eingabe im Anlaut (lead/choseong) angeschlagen.
Manche ziehen der 2-beolsik-Belegung die 3-beolsik-Belegung vor, da diese die bei Rechtshändern schwächere linke Hand weniger beanspruche und so dem Karpaltunnelsyndrom vorbeuge; bei der 3-beolsik-Belegung sitzen die Anlautkonsonanten (lead) rechts, die Vokale (vowel) in der Mitte und die Auslautkonsonanten (trail) links. Die Benutzung der Maus mit der rechten Hand gleicht indessen die stärkere Beanspruchung der linken Hand durch 2-beolsik wieder aus.
Windows‘ IME unterstützt 2-beolsik, 3-beolsik 390 und 3-beolsik Final (최종3벌식).
Zum Schreiben von Kurznachrichten mit Handytastaturen gibt es neben anderen Samsungs Cheonjiin(천지인)-Eingabemethode, bei der für die Eingabe der 21 Vokale (jungseong) nur drei Tasten benötigt werden. Die Cheonjiin-Eingabemethode nutzt den Umstand aus, dass sämtliche Vokale unzweideutig mit der Schreibreihenfolge ihrer kurzen Striche (천 cheon „Himmel“), langen waagerechten Striche (지 ji „Erde“) und langen senkrechten Striche (인 in „Mensch“) wiedergegeben werden können. Beispielsweise erzeugt die Folge „kurzer Strich“, „waagerechter Strich“, „senkrechter Strich“ (bzw. das Drücken der entsprechenden Tasten auf dem Handy) den Vokal ㅚ oe.
Dies ist ohne Probleme möglich, da in den 1930er Jahren der Vokal ㆌ aufgegeben wurde, der sonst ebenso wie ㅝ durch die Sequenz „waagerechter Strich“, „kurzer Strich“, „kurzer Strich“, „senkrechter Strich“ eingegeben werden müsste.
Bei einer weiteren Eingabemethode können einige Buchstaben mit nur einem Tastendruck eingegeben werden, während andere durch nachfolgendes Drücken der Taste
erzeugt werden. Die Vokale ㅏ a und ㅗ o (beide sind „helle“ oder yang-Vokale) werden jeweils mit nur einem Tastendruck eingegeben. Um die entsprechenden (zu den hellen Vokalen achsensymmetrischen) „dunklen“ oder eum-Vokale ㅓ eo und ㅜ u einzugeben, drückt man einfach dieselbe Taste ein zweites Mal.
Konsonanten Für ㅎ h: ㅇ (ng), „Strich hinzufügen“ Für ㅂ b: ㅁ m, „Strich hinzufügen“ Für ㅃ pp: ㅁ m, „Strich hinzufügen“, „Verdoppeln“ Für ㅍ p: ㅁ m, 2 × „Strich hinzufügen“
Vokale Für ㅘ wa: ㅗ/ㅜ o/u, ㅏ/ㅓ a/eo Für ㅑ ya: ㅏ/ㅓ a/eo, „Strich hinzufügen“ Für ㅓ eo: 2 × ㅏ/ㅓ a/eo Für ㅕ yeo: 2 × ㅏ/ㅓ a/eo, „Strich hinzufügen“
Gesamter CVC-Block Für 협 hyeop: ㅇ (ng), „Strich hinzufügen“, 2 × ㅏ/ㅓ a/eo, „Strich hinzufügen“, ㅁ m, „Strich hinzufügen“
Üblicherweise werden vollständige Silbenblöcke als kleinste Einheiten gespeichert. Daneben ist in Unicode aber auch die kaum mehr genutzte Möglichkeit vorgesehen, die jamo einer Silbe in der folgenden Reihenfolge einzeln zu speichern:
L steht hier für ein einzelnes oder eine Sequenz mehrerer konsonantischer choseong jamo, V für ein einzelnes oder eine Sequenz mehrerer vokalischer jungseong jamo, T für ein einzelnes oder eine Sequenz mehrerer konsonantischer jongseong jamo (optional) und schließlich M für eins der beiden im 15. Jahrhundert benutzten Tonzeichen, die bei vertikaler Schrift als ein oder zwei Punkte links neben dem Silbenblock erscheinen sollten (optional).
Diese Struktur heißt auf koreanisch 첫가끝 (etwa „LVT“). In Verbindung mit einem geeigneten Font ermöglicht die jamo-orientierte LVT-Methode eine der ursprünglichen Schreibung vergleichsweise ähnliche Darstellung selbst alter koreanischer Texte, wohingegen einer Speicherung in Silbenblöcken die schiere Anzahl der möglichen Silben entgegensteht, die sich bei Unterstützung auch außer Gebrauch geratener jamo alter koreanischer Texte ergäbe und die die Größe üblicher Fonts sprengen würde.

Gerda Koppel

Gerda Koppel (geboren am 28. Oktober 1875 in Hamburg; gestorben am 21. Juni 1941 in Charlottenlund oder Kopenhagen) war eine deutsche Malerin und Kunstschulleiterin.

Koppel besuchte die Kunstschule von Valeska Röver in Hamburg und bildete sich bei den Hamburger Malern Arthur Illies (1870−1952) und Ernst Eitner (1867−1955) weiter. 1903 war sie bei Christian Krohg (1852−1925) in Paris, dann vorübergehend in München, 1904 in Italien.
1904 übernahm Gerda Koppel die Kunstschule für Frauen am Glockengießerwall 23 in Hamburg, die 1891 von Valeska Röver gegründet worden war. Die Kunstschule war für die Malerei der Moderne und das jüdische Kulturleben in Hamburg von Bedeutung. An der Kunstschule unterrichteten Maler wie Friedrich Ahlers-Hestermann (1883−1973), Eduard Bargheer (1901−1979), Fritz Kronenberg (1901−1960), Paul Kayser (1869−1942) und Franz Nölken (1884−1918) und Bildhauer wie Arthur Bock (1875−1957). Unter den Schülerinnen waren Alma del Banco (1862−1943), Lore Feldberg-Eber (1895−1966), Annemarie Ladewig (1919−1945), Gretchen Wohlwill (1878−1962) und Harriet Wolf (1894−1987). Die Kunstschule wurde 1921 als staatliche Ersatz-Fortbildungsschule anerkannt.
Als die Reichskammer der bildenden Künste 1936 eine Anmeldepflicht für alle Kunstschulen erließ, durfte Gerda Koppel als Jüdin nicht mehr unterrichten. Nachdem sie die Leitung 1938 an ihre Schülerin Gabriele Stock-Schmilinsky (1903–1984) übergeben hatte, emigrierte Gerda Koppel nach Kopenhagen.

Steiger Award

Die Steiger Awards sind seit 2005 jährlich vergebene Auszeichnungen an Persönlichkeiten, die besonderes Engagement in den Bereichen Toleranz, Charity, Musik, Film, Medien, Sport, Umwelt oder Zusammenwachsen der europäischen Staatengemeinschaft gezeigt haben.

Der Preis ist nach dem Steiger benannt, einem Aufsichtsbeamten, der nach Bergbautradition besonders für Tugenden wie Geradlinigkeit, Offenheit, Menschlichkeit und Toleranz steht. Er trägt Verantwortung für einen Teil des Bergwerks und die ihm unterstellten Personen. Außerhalb des Ruhrgebiets ist der Begriff vor allem durch ein populäres Bergmannslied, das Steigerlied („Glückauf, Glückauf; der Steiger kommt …“) bekannt.
Der Name des Preises soll an die positiven Eigenschaften des Berufs im Bergbau anknüpfen. Die Wahrnehmung der Vergabe soll der kulturellen, sozialen und gesellschaftlichen Förderung der Rhein-Ruhr-Region dienen (Zitat aus der Selbstdarstellung).
Initiiert und von Beginn an organisiert wurde der Preis von Sascha Hellen (Inhaber Hellen Medien Projekte GmbH). Er finanziert die Galaveranstaltung durch Eintrittsgelder (175 Euro bei 500 Gästen). Die Preisträger erhalten kein Preisgeld. Die Preisträger werden frei von Sascha Hellen ausgewählt; Kriterien sind nicht bekannt.
In den ersten beiden Jahren fand die Galaveranstaltung in der Spielbank Hohensyburg statt. Von 2007 bis 2012 war der Austragungsort die Jahrhunderthalle Bochum. Die Verleihung 2013 fand im Dortmunder U statt. 2014 fand die Veranstaltung in der Henrichshütte in Hattingen statt.
Hellen befand sich in verschiedenen Gerichtsverfahren und Rechtsstreitigkeiten mit ehemaligen Sponsoren wie den Stadtwerken Bochum. Streitpunkte waren der Atrium-Talk, der Steiger-Award und ein geplantes Paul McCartney-Konzert in Bochum. Die Staatsanwaltschaft Bochum ermittelt wegen Betruges gegen ihn. Die Stadtwerke Bochum haben alle Verträge mit Hellen gekündigt und klagten vor dem Landgericht Bochum auf Rückzahlung von 250.000 Euro wegen nicht erbrachter Leistungen. Im Februar 2013 gaben die Sparkasse Bochum und Hellen gemeinsam bekannt den bestehenden Sponsoring-Vertrag aufzulösen. Die Staatsanwaltschaft Bochum teilte am 3. September 2014 mit: „Vor dem Hintergrund des Abschlusses der zivilrechtlichen Auseinandersetzung zwischen langjährigen Geschäftspartnern hat die Staatsanwaltschaft Bochum jedoch mit Zustimmung des Amtsgerichts Bochum am 3.9.2014 das Ermittlungsverfahren gegen Sascha Hellen gemäß §153 Strafprozessordnung eingestellt, da eine mögliche Schuld als zu gering anzusehen wäre.“ Berücksichtigt worden sei auch, dass Hellen „nicht vorbestraft ist und die mögliche Tat längere Zeit zurückliegt.[] Mit 241.560 Euro hatten die Stadtwerke erst im Februar 2014 ihren Rückzahlungsanspruch beziffert.
Am 12. August 2015 wurde beim Amtsgericht Bochum, Aktenzeichen: 80 IN 412/15, das Insolvenzeröffnungsverfahren über die Hellen Medien Projekte GmbH eingetragen.Mitte September 2015 wurde dieses Verfahren wieder eingestellt.
Der türkische Ministerpräsident Erdogan sollte 2012 den Preis für 50 Jahre deutsch-türkische Freundschaft entgegennehmen. Am 17. März sagte Erdogan wegen eines Hubschrauberabsturzes in Afghanistan, bei dem zwölf türkische Armeeangehörige und zwei Zivilisten ums Leben kamen, die Teilnahme ab. Gegen die Preisvergabe hatte es im Vorfeld Proteste gegeben. Türkische Minderheiten der Armenier, Kurden und Aleviten hatten zu Kundgebungen aufgerufen, um auf Menschenrechtsverletzungen aufmerksam zu machen. Der Deutsche Journalisten-Verband hatte die Vergabe wegen eingeschränkter Presse- und Meinungsfreiheit in der Türkei kritisiert. Am Nachmittag der Preisverleihung fand eine friedliche Demonstration in Bochum mit 22.000 Teilnehmern statt. Weitere Kritik kam von der Bundesarbeitsgemeinschaft der Immigrantenverbände sowie aus Reihen der CSU und der Grünen und von Reporter ohne Grenzen. Der Publizist Ralph Giordano schrieb einen offenen Brief an Gerhard Schröder, der die Laudatio an Erdogan halten sollte.
Die Preisträger werden durch eine Laudatio eines ebenfalls Prominenten geehrt. Überreicht wird ein schwarzes Stück Steinkohle, das in einer Bleiglaskugel verschlossen auf einem Kristallglassockel ruht. Der von Joska Kristall hergestellte Pokal ist circa 25 Zentimeter hoch und wiegt über 2 Kilogramm.
Der Steiger Award 2011 wurde am 12. März 2011 verliehen, die Eröffnungsreden hielten Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und die Oberbürgermeisterin von Bochum Ottilie Scholz. Als Laudatoren fungierten unter anderem Norbert Lammert, Frank Schätzing, Klaus Meine, Thomas Oberender und Aliza Olmert.

Tatort: Die Kampagne

Die Kampagne ist ein Fernsehfilm aus der Krimireihe Tatort. Die Folge wurde vom Südwestrundfunk unter der Regie von Thomas Bohn produziert und erstmals am 5. März 1995 im Deutschen Fernsehen ausgestrahlt. Es ist die 304. Folge des Tatorts und 7. Episode mit der Ludwigshafener Ermittlerin Lena Odenthal (Ulrike Folkerts), in der sie Stefan Tries (Ben Becker) als Assistenten an die Seite gestellt bekommt.

Auf dem Polizeirevier wird Kommissarin Lena Odenthal von einer besorgten Mutter angesprochen. Silke Tennenbaum vermisst ihren siebenjährigen Sohn, doch Odenthal verweist auf die verantwortlichen Beamten. Kurze Zeit später muss sie feststellen, dass dieser Fall doch in ihr Resort fällt, denn der Junge wird in einem Waldstück tot aufgefunden. Zusammen mit ihrem neuen Assistenten, Stefan Tries, den die Kommissarin von einem früheren Fall her gut kennt, muss sie Tod des Kindes aufklären.
Silke Tennenbaum ist fest entschlossen, den Mörder ihres Sohnes zu finden. Als Chefin einer renommierten Werbefirma ist sie davon überzeugt, den Täter in fünf Tagen zu stellen. Dazu startet sie eine massive Kampagne und stellt deshalb alle anderen Aufträge zurück.
Odenthal und Tries kontaktieren ihren Kollegen Paul Gauert von der Sitte, da sie eine sexuell motivierte Tat vermuten. In Mikes Kinderzimmer fällt der Kommissarin eine Zeichnung auf, die ihre Annahme bestätigt. Als vielbeschäftigte Geschäftsfrau hatte Silke Tennenbaum für ihren Sohn viel zu wenig Zeit, daher vermutet Odenthal das Motiv der Tat im Umfeld der Mutter zumal diese entsprechend übertrieben reagiert. Durch ihre private Werbekampagne mit Radiodurchsagen, Fernsehspots, Plakaten und sogar einer Privatdetektei, artet die Aktion in eine moderne Menschenjagd aus. Sogar eine Reality-Show ist geplant, da sich private Sponsoren finden, die das ganze für ihre Produktwerbungen ausnutzen möchten. Durch die Recherchen der Privatdetektive gerät der früherer Straftäter Hans Holters unter Mordverdacht. Der Medienrummel bewirkt eine Vorverurteilung des Mannes, was am Ende zum Selbstmord von Holters führt.
Lena Odenthal stößt unterdessen mit Hilfe von Paul Gauert auf ein Sexvideo, dass den kleinen Mike Tennenbaum als Hauptfigur zeigt. Nach intensiver und akribischer Recherche, kann Assistent Tries den Aufnahmeort des Videos herausfinden, was die Ermittler zu einer Wohnung führt, die Meier-Brecht, dem Lebensgefährten von Silke Tennenbaum, gehört. Als Odenthal ihn zur Rede stellen will, erklärt er ihr, dass er mit diesen Videoaufnahmen nur die emotionale Leere ausfüllen wollte, die Mikes Mutter in ihm erzeugt hatte. Er leugnet diese Filme zu gewerblichen Zwecken ertstellt oder gar das Kind umgebracht zu haben. Doch mit Hilfe eines manipulierten Fotos, gelingt es Odenthal Meier-Brecht zu einem Geständnis zu bewegen. Er gibt an den Jungen geliebt zu haben, als dieser jedoch begann sich von Meier-Brecht abzuwenden und es zu einem Streit kam, eskalierte die Situation und er habe den Jungen im Affekt erschlagen.
Der Film wurde 1994 vom Südwestrundfunk produziert.
Ulrike Folkerts wird hier von Ben Becker unterstützt, der 1991 die Rolle des Stefan Tries bereits in der Odenthal-Folge Tod im Häcksler bekleidete.
Bei seiner Erstausstrahlung am 5. März 1995 wurde die Folge Die Kampagne in Deutschland von 8,99 Millionen Zuschauer gesehen, was einem Marktanteil von 25,02 Prozent entsprach.
Die Kritiker der Fernsehzeitschrift TV Spielfilm finden diesen Tatort nur mittelmäßig und meinen: „Etwas übertriebene, doch recht spannende Lektion über die ‚Wahrheitskonstruktion‘ der Medien.“
Die Neue (1989) | Rendezvous (1990) | Tod im Häcksler (1991) | Falsche Liebe (1992) | Die Zärtlichkeit des Monsters (1993) | Der schwarze Engel (1994) | Die Kampagne (1995) | Schneefieber (1996) | Schlaflose Nächte (1996)
Der kalte Tod (1996) | Tod im All (1997) | Nahkampf (1997) | Jagdfieber (1998) | Engelchen flieg (1998) | Mordfieber (1999) | Kriegsspuren (1999) | Offene Rechnung (1999) | Kalte Herzen (2000) | Der schwarze Ritter (2000) | Die kleine Zeugin (2000) | Der Präsident (2001) | Gute Freunde (2001) | Fette Krieger (2001) | Gewaltfieber (2001) | Schrott und Totschlag (2002) | Flashback (2002) | Romeo und Julia (2003) | Schöner sterben (2003) | Leyla (2003) | Große Liebe (2004) | Abgezockt (2004) | Gefährliches Schweigen (2004) | Letzte Zweifel (2005) | Am Abgrund (2005) | Ohne Beweise (2005) | Unter Kontrolle (2006) | Revanche (2006) | Der Lippenstiftmörder (2006) | Nachtwanderer (2006) | Roter Tod (2007) | Die dunkle Seite (2007) | Sterben für die Erben (2007) | Fettkiller (2007) | Schatten der Angst (2008) | Der glückliche Tod (2008) | Kassensturz (2009) | Tödlicher Einsatz (2009) | Vermisst (2009) | Tod auf dem Rhein (2010) | Hauch des Todes (2010) | Der Schrei (2010) | Tödliche Ermittlungen (2011) | Im Abseits (2011) | Tod einer Lehrerin (2011) | Tödliche Häppchen (2012) | Der Wald steht schwarz und schweiget (2012) | Kaltblütig (2012) | Freunde bis in den Tod (2013) | Zirkuskind (2014) | Blackout (2014) | Die Sonne stirbt wie ein Tier (2015) | Roomservice (2015) | LU (2015) | Du gehörst mir (2016)

Dororon Enma-kun

Dororon Enma-kun (jap. ドロロンえん魔くん) ist eine Reihe von Manga-Serien und Animes, erdacht vom japanischen Zeichner Go Nagai, deren erstes Werk 1973 erschien. 2006 entstand der Ableger Kikōshi Enma, der sich an ein älteres Publikum richtet und in dem die Charaktere keine Kinder mehr sondern Erwachsene sind.

Einige der Dämonen auf der Erde folgen nicht den Regeln, die ihnen die Hölle aufgibt, sondern planen den König der Unterwelt zu stürzen. Dieser schickt daraufhin seinen Neffen Enma (えん魔), um das Problem zu lösen. Enma tut sich mit Yukiko (雪子姫), Tochter der Schneeprinzessin, und dem Kappa Kapaeru (カパエル) zusammen. Gemeinsam kommen sie beim Grundschüler und Mangafan Tsutomu (ツトム) unter und jagen die abtrünnigen Dämonen. Dabei hilft ihnen Enmas magischer Hut Chappoji (シャポーじい), der aber oft auch gefährliche Ratschläge gibt.
Der erste Manga erschien im an ein jugendliches, männliches Publikum gerichteten Magazin Weekly Shōnen Sunday des Verlags Shogakukan von 30. September 1973 bis 31. März 1974. Die Serie wurde zunächst zusammengefasst in drei Bänden veröffentlicht. Es folgten diverse Neuauflagen, später auch in zwei Bänden, und schließlich eine Version als E-Book. Zur gleichen Zeit wie die Originalserie, vor allem ab Oktober 1973, erschienen neun weitere Serien in an Kinder gerichteten Magazinen des Verlags. Diese wurden zwar auch von Go Nagai geschrieben, jedoch bis auf eine Ausnahme nicht von ihm gezeichnet. Tsutomu Oyamada zeichnete fünf der Serien, Tadashi Makimura, Ken Ishikawa, Yoshimi Hamada und Mitsuru Hiruta jeweils eine.
1978 erschien mit Enma Jigoku erstmals wieder ein Manga der Reihe, geschrieben und gezeichnet von Go Nagai. Sie wurde vom Verlag Asahi Sonorama in dessen Magazin Manga Shōnen veröffentlicht. 1992 und 1993 folgte Doki Doki! Enma-kun, gezeichnet von Koichi Hagane. Dieser erschien wieder bei Shogakukan, im Magazin Coro Coro Comic. Von Dezember 2000 bis Juni 2001 kam bei Sanwa Publishing im Magazin Monthly YoungMan die Serie Dororon Enbi-chan heraus. Im Juli 2010 erschien im Business Jump von Shueisha Enma vs: Dororon Enma-kun Gaiden von Masaki Segawa. Als bislang letzter Manga folgte von November 2010 bis April 2011 Shururun Yukiko Hime-chan feat. Dororon Enma-kun, das im Young Ace von Kadokawa Shoten erschien und von Sae Amatsu gezeichnet wurde.
2006 erschien außerdem der Ableger Kikōshi Enma, geschrieben und gezeichnet ebenfalls von Go Nagai, der sich an ein älteres Publikum richtet.
Eine erste Anime-Fassung des Manga kam fast zeitgleich mit der Manga-Veröffentlichung am 4. Oktober 1973 ins japanische Fernsehen. Die Ausstrahlung der Serie bei Fuji TV endete am 28. März 1974. Die Serie entstand unter der Regie von Kimio Yabuki, Keisuke Morishita, Takeshi Shirato, Fusahito Nagaki, Tomoharu Katsumata und Tetsu Dezaki bei Toei Animation, Drehbuch schrieben Masaki Tsuji, Shun’ichi Yukimuro und Tadaaki Yamazaki. Das Charakterdesign entwarf Takeshi Shirado und der künstlerische Leiter war Toshio Fukumoto.
2006 erschien ein neuer Anime unter dem Titel Kikōshi Enma (鬼公子炎魔) als vierteilige Original Video Animation, der auf dem Manga-Ableger aus dem gleichen Jahr basiert. Bei der Produktion von Studio Brains Base führte Mamoru Kanbe Regie.
Eine Neuverfilmung der alten Animeserie kam 2011 ins japanische Fernsehen. Die 12 Folgen lange Serie wurde unter der Regie von Yoshitomo Yonetani bei Brains Base produziert. Die Drehbücher wurden geschrieben von Hiroaki Kitajima und Yoshitomo Yonetani, Takahiro Kimura war verantwortlich für das Charakterdesign und Takashi Nakamura war künstlerischer Leiter. Die Erstausstrahlung geschah vom 7. April 2011 bis zum 23. Juni 2011 beim Sender MBS. Mit ein bis mehreren Tagen Versatz folgten Ausstrahlungen bei AT-X, TBS, TV Aichi und TVQ.
Der Vorspanntitel des ersten Animes, Dororon Enma-kun, sowie das Abspannlied Be Careful of Ghosts wurden gesungen von Chika Nakayama und komponiert von Asei Kobayashi. Der Vorspann der neuen Animeserie wurde unterlegt mit dem Lied Tama Mera Mera Icchō Celsius! (魂メラめら一兆℃!) von Masaaki Endō und den Moon Riders. Die Abspannlieder der neuen Serie sind:
Die Musik für die Animeserie von 2011 stammt von Keiichi Suzuki und den Moonriders.

Franz Hausmann

Franz Hausmann (* 26. Februar 1818 in Horn (heute Horn-Bad Meinberg); † 30. Dezember 1877 ebenda) war Jurist und Abgeordneter.

Franz Hausmann wurde am 26. Februar 1818 in Horn in Lippe geboren. Sein Vater war der Horner Amtmann Ludwig Friedrich Ernst Hausmann, seine Mutter Friederike Ernestine Wilhelmine von Heiderstedt. Hausmann, am 25. März 1818 auf den vollständigen Namen Franz Konrad Kasimir getauft, war der Älteste unter mehreren Geschwistern. Die Mutter verstarb früh. Franz Hausmann besuchte das Gymnasium in Lemgo, studierte 1837 bis 1840 in Jena, Leipzig und Heidelberg die Rechte, trat in den Justizdienst seines Heimatlandes und wurde 1845 zum Stadtsyndikus seiner Vaterstadt erwählt. 1847 bis 1851 war er Vizepräsident des konstituierenden Landtags von Lippe und nach dessen Auflösung Führer der liberalen Partei im Land. Zugleich war er Mitglied im Nationalverein als Agent für Lippe und wurde Deputierter bei den deutschen Abgeordnetentagen.
Seit 1867 war er Abgeordneter im Reichstag des Norddeutschen Bundes und brachte in dieser Eigenschaft die Bedenken des Landes Lippe über die reaktionäre Regierung und die widerrechtliche Wiederherstellung der Verfassung von 1836 zur Diskussion. Damit bewirkte er die Entlassung Alexander von Oheimbs und die Berufung Adalbert von Flottwells im Jahr 1871. Flottwell versuchte, im Streit zwischen Fürst Leopold III. und dem Landtag zu vermitteln, konnte jedoch Hausmann nicht überzeugen. Damit wurde eine Aussöhnung der zerstrittenen Parteien vereitelt. Hausmann gehörte dem norddeutschen und deutschen Reichstag seit 1867 bis zu seinem Tod ununterbrochen als Mitglied der Deutschen Fortschrittspartei an, die in strikter Opposition zu Otto von Bismarck stand. Franz Hausmann starb am 30. Dezember 1877 in Horn. Im Zentrum des Marktplatzes in Horn steht ein Denkmal des überzeugten Demokraten und Vorkämpfers demokratischer Freiheitsrechte Franz Hausmann. Auch eine Straße in Horn-Bad Meinberg wurde nach ihm benannt. Hausmann war, als sein plötzlicher Tod im Dezember 1877 seinem politischen Wirken ein Ende setzte, seit 1876 auch wieder Abgeordneter (Fortschrittspartei) im lippischen Landtag, in dem er auch erneut zum Vizepräsidenten ernannt worden war.
Franz Hausmann hatte bereits zur Zeit der gescheiterten Revolution von 1848/49 eine namhafte Rolle bei den lippischen Demokraten gespielt. Er war von ihnen bereits im Herbst 1848 in ihre regionale Dachorganisation gewählt worden, und er soll von ihnen in dieser Zeit des schwindenden Vertrauens in die Tätigkeit der Frankfurter Nationalversammlung sogar einmal auf einem Kongress in Lemgo dazu erwählt worden sein, als Co-Deputierter (‚Condeputirter‘) nach Frankfurt zu gehen, wie ein Zeitzeuge schreibt.
Ein spektakuläres Ereignis in der Geschichte des deutschen Parlamentarismus war im Jahr 1851 beim Amtsantritt Leopolds III. die Verweigerung des Huldigungseids durch eine Gruppe lippischer Landtagsabgeordneter, darunter Hausmann, in Auflehnung gegen die auch in Lippe durchgeführte Restaurationspolitik.
Franz Hausmann setzte seinen in der Revolutionszeit begonnenen Kampf für bürgerlich-demokratische Rechte (womit es gerade im Einzelstaat Lippe oder auch etwa in Mecklenburg nicht zum Besten stand), für ein demokratisches Wahlrecht und die Beseitigung alter feudaler Privilegien bis in die letzten Jahre seines Lebens hinein fort. Weithin Aufsehen erregte die in den Jahren 1870/71 ihren Höhepunkt erreichende lippische Widerstandsbewegung gegen das Jagdprivileg des Landesherrn, bei der Hausmann eine maßgebliche Rolle spielte.

Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rabensburg

Die Liste der denkmalgeschützten Objekte in Rabensburg enthält die 10 denkmalgeschützten, unbeweglichen Objekte der Gemeinde Rabensburg.

Quelle für die Auswahl der Objekte sind die vom BDA jährlich veröffentlichten Denkmallisten des jeweiligen Bundeslandes. Die Tabelle enthält im Einzelnen folgende Informationen:
Die Tabelle ist alphabetisch nach dem Standort des Denkmals sortiert. Das Sortierkriterium ist die Katastralgemeinde und innerhalb dieser die Adresse.
Durch Klicken von „Karte mit allen Koordinaten“ (rechts oben im Artikel) wird die Lage aller Denkmale im gewählten Kartenobjekt angezeigt.
Altlichtenwarth | Asparn an der Zaya | Bernhardsthal | Bockfließ | Drasenhofen | Falkenstein | Fallbach | Gaubitsch | Gaweinstal | Gnadendorf | Großebersdorf | Großengersdorf | Großharras | Großkrut | Hausbrunn | Herrnbaumgarten | Hochleithen | Kreuttal | Kreuzstetten | Laa an der Thaya | Ladendorf | Mistelbach | Neudorf bei Staatz | Niederleis | Ottenthal | Pillichsdorf | Poysdorf | Rabensburg | Schrattenberg | Staatz | Stronsdorf | Ulrichskirchen-Schleinbach | Unterstinkenbrunn | Wildendürnbach | Wilfersdorf | Wolkersdorf im Weinviertel

Verdeutschung

Verdeutschung (Verb: verdeutschen) bezeichnet das Einbeziehen eines fremden Objekts in die Kultur des deutschen Sprachraums.

Mit dem deutschen Renaissancehumanismus bedeutete die Verdeutschung zunächst die allgemeine deutsche Übersetzung von Texten aus den klassischen Sprachen.
Der Begriff wurde im 16. Jhd. populär durch den Buchtitel von Luthers Bibelübersetzung ins Deutsche (Biblia: Dat ys De gantze Hillige Schrifft / Vordüdeschet dorch D. Mart. Luth.).
Im 17. Jahrhundert erfand Philipp von Zesen zahlreiche, noch heute gebräuchliche Verdeutschungen.
Joachim Heinrich Campe entwickelte im 18./19. Jahrhundert ebenfalls eine ganze Reihe erfolgreicher Verdeutschungsvorschläge.
Im 20. Jahrhundert suchte Martin Buber mit seinem Bibelübersetzungprojekt Die Schrift. Verdeutscht. einen Kontrapunkt zur allgemeinen Übersetzungspraxis, indem er durch Festhalten an inneren Sprachstrukturen des Hebräischen als fremder Sprache auch im Deutschen das besondere und zu respektierende einer heiligen Schrift eine deutsche Fassung eigenen Charakters nachschuf.
Sprachwissenschaftlich versteht man neuerdings unter Verdeutschen das bewusste Ersetzen von Fremdwörtern durch inhaltlich entsprechende deutsche Begriffe bzw. Begriffskombinationen oder Lehnübersetzungen in der deutschen Umgangssprache. Dieses erfolgt im Spannungsfeld zwischen Sprachpurismus und sprachlicher Überfremdung.
Hinsichtlich der heutigen deutschen Sprachentwicklung bemühen sich Sprachpflegevereine um die Verdeutschung von Anglizismen.
Der ähnliche Begriff Eindeutschung bezeichnet hingegen die Angleichung der Schreibung von Fremdwörtern an die deutsche Laut-Buchstaben-Zuordnung.
Der Begriff wird ebenfalls im soziokulturellen Bereich verwendet, wenn es um die Unterwerfung (Germanisierung) fremder Gebiete und Bevölkerungen unter die deutsche Kultur geht (Zwangsassimilierung).