Cambeses (Barcelos)

Cambeses ist eine Gemeinde (Freguesia) im nordportugiesischen Kreis Barcelos.
In ihr leben 1303 Einwohner (Stand 30. Juni 2011).
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Martin Faulstich

Martin Faulstich (* 13. Juli 1957 in Hagen) ist ein deutscher Ingenieurwissenschaftler. Er ist Professor an der Technischen Universität Clausthal, Vorsitzender des Sachverständigenrates für Umweltfragen und Geschäftsführer der CUTEC GmbH in Clausthal-Zellerfeld.

Nach dem Studium des Maschinenbaus und der Verfahrenstechnik in Düsseldorf und Aachen promovierte Martin Faulstich 1992 in Umwelttechnik an der Technischen Universität Berlin. 1994 wurde er Professor für Abfallwirtschaft an der Technischen Universität München in Garching, von 2003 bis 2012 hatte Martin Faulstich den Lehrstuhl für Rohstoff- und Energietechnologie inne, zugleich war er Gründungsdirektor des Wissenschaftszentrums Straubing. Von 2000 bis 2012 war er Vorstand und wissenschaftlicher Leiter des ATZ Entwicklungszentrums in Sulzbach-Rosenberg. Seit 2013 ist er Professor an der TU Clausthal und zugleich Geschäftsführer des Clausthaler Umwelttechnik-Instituts (CUTEC) in Clausthal-Zellerfeld. Im Jahr 2014 wurde Faulstich zum Forschungsbereichskoordinator für Energiesysteme und Prozessenergietechnik am Energie-Forschungszentrum Niedersachsen (EFZN) ernannt.
Er ist seit 2008 Vorsitzender (seit 2006 Mitglied) des Sachverständigenrates für Umweltfragen (SRU) der Bundesregierung. Faulstich ist zudem Mitglied in verschiedenen Kuratorien und Beiräten, u. a. ifo Institut für Wirtschaftsforschung, Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung, Internationale Staatliche Ökologische Sacharow-Universität, Akademie für Raumforschung und Landesplanung (ARL), Environment and Water Research Institute (NEWRI, Nanyang Technological University Singapur) und beim International Scientific Board des AdMas Centers, (Tschechische Republik, Technische Universität Brünn).
Im Fokus von Faulstichs Arbeiten stehen Strategien und Konzepte für eine nachhaltige Industriegesellschaft. Sein Lehrstuhl analysiert technische Wertschöpfungsketten, entwickelt Prozesse zur Erzeugung und Nutzung von regenerativen Rohstoffen und Energieträgern (Wasserstoff, Methan, Methanol) und untersucht Verfahren zum Recycling von Sekundärrohstoffen aus Rückständen von Vergärungs- und Verbrennungsprozessen (Metalle, Phosphor).

Josef Hartmann (Bürgermeister)

Josef Hartmann (geb. um 1668 in Fontanella, Großes Walsertal in Vorarlberg; gest. am 17. Mai 1732 in Wien), aus einer Bauernfamilie stammend, war im Laufe seines Lebens in verschiedensten Positionen, unter anderem: Jurist, Richter, Stadtrat und zweimal Bürgermeister von Wien.

Gemäß neuerer Untersuchungen der Taufbücher in der Gemeinde Sonntag, Fontanelle und Damüls soll Josef Hartmann bereits am 25. August 1662 in Damüls getauft worden sein. Der Vater waren demnach Peter Hartmann (Sohn des Josef Hartmann und der Katharina Hartmannin. Peter wurde getauft am 11. Februar 1625 in Sonntag, gest. 1. Juli 1691 in Fontanella), verheiratet seit 29. Mai 1650 mit Afra Domigin (geb. um 1623, gest. 4. Juli 1681 auf Alpe Kriegboden). Aus dieser Ehe stammen vier Kinder. Josef Hartman habe daher drei Geschwister gehabt, Christian (getauft: 8. September 1651 in Damüls, gest. 17. September 1676 in Fontanella), Maria (getauft: 24. März 1653 in Sonntag) und noch eine Maria (getauft: 6. Januar 1657 in Sonntag).
Josef Hartmann war Doktor der Rechte. Wo Hartmann seine Studien absolvierte und den Titel Dr. jur. erlangte ist unbekannt. Er wurde 1702 Urteilsschreiber in Wien (Beamter). 1703 erhielt er das Bürgerrecht von Wien und wurde 1704 Stadtgerichtsbeisitzer. 1708 wurde er Gegenhandler. 1710 wurde er Mitglied des Inneren Rats und gehörte dreißig Jahre dem Wiener Stadtrat an. 1713–1716 und 1721–1724 war er Stadtrichter, 1717 bis 1720 und 1725/1726 Bürgermeister von Wien.
Die 1725 geschaffene erste Wiener Bauordnung soll wesentlich auf Hartmann zurückzuführen sein.
Hartmann heiratete am 3. Dezember 1712 in der Kirche St. Stephan die Maria Anna Puechenegg (gest.: 20. Mai 1730). Die Familie wohnte ab 1721 in der Wien Innere Stadt in einer Dienstwohnung (Am Hof Nr. 9). Der Ehe entstammten vier Kinder.
Um 1700 (oder 1717) stiftete Hartmann die Kapelle Hl. Anna in Faschina (1951/52 restauriert).
Hartmann galt als sehr geschäftstüchtig und vermögend. 1712 z.B. kaufte er ein unbebautes Grundstück auf welches um 1724 ein Gebäude des Baumeister Jakob Oeckhl (Palais Oeckhl) errichtet war. Bei seinem Tod 1732 hinterließ er ein Vermögen von über 130.000 Gulden, welche fast zur Hälfte aus festverzinslichen Obligationen bestanden haben sollen (Oberkammeramt, Stadtbanco). Ihm gehörten zwei Häuser in der Inneren Stadt und jedes der Kinder soll 3200 Gulden in bar geerbt haben.
Johann Andreas von Liebenberg | Simon Stephan Schuster | Daniel Fockhy | Johann Franz Peickhardt | Jakob Daniel Tepser | Johann Franz Peickhardt (2.) | Jakob Daniel Tepser (2.) | Johann Franz Wenighoffer | Johann Lorenz Trunck von Guttenberg | Josef Hartmann | Franz Josef Hauer | Josef Hartmann (2.) | Franz Josef Hauer (2.) | Johann Franz Purck | Franz Daniel Edler von Bartuska | Andreas Ludwig Leitgeb | Johann Adam von Zahlheim | Peter Joseph Kofler | Andreas Ludwig Leitgeb (2.) | Peter Joseph Edler von Kofler (2.) | Leopold Franz Gruber | Josef Anton Bellesini | Leopold Franz Gruber (2.) | Josef Georg Hörl

Friedrich zu Castell-Castell

Friedrich Graf zu Castell-Castell (* 28. August 1874 in Großgmain; † 2. Dezember 1919 in Dresden) war ein sächsischer Ministerial- und Verwaltungsbeamter.
Friedrich zu Castell-Castell war Sohn des Obersthofmeisters des Königs von Bayern und Königlicher bayerischer Generalleutnant à la Suite der Armee Gustav Graf zu Castell-Castell und der Elisabeth geb. Gräfin Brühl. Nach dem Besuch des Wilhelmsgymnasiums München studierte er an der Ludwig-Maximilians-Universität München, der Universität Lausanne und der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Rechtswissenschaften. 1895 wurde er Mitglied des Corps Borussia Bonn. Nach dem Studium trat er in den sächsischen Staatsdienst ein. 1902 war er Königlicher sächsischer Assessor in Dresden. Er wurde Legationsrat im Ministerium der Auswärtigen Angelegenheiten in Dresden. Von 1914 bis 1918 war er Amtshauptmann der Amtshauptmannschaft Oschatz 1918 wechselte er in die Amtshauptmannschaft Dresden-Neustadt, wo er bis zu seinem Tod Amtshauptmann war. Zu Castell-Castell war Rittmeister à la suite der Armee. Er war verheiratet mit Caroline Gräfin von Hohenthal und Bergen, Tochter des sächsischen Innen- und Außenministers Wilhelm von Hohenthal. Sie hatten eine Tochter.

Abspannwerk Scharnhorst

Das Abspannwerk Scharnhorst, auch Umspannwerk Scharnhorst, ist ein ehemaliges Abspannwerk des ehemaligen Berliner Stromversorgers Bewag. Das denkmalgeschützte Gebäude in Berlin-Wedding dient seit 2006 als Vertriebs- und Kundenzentrum des heutigen Berliner Stromversorgers Vattenfall.
Der Bau diente der Bewag bis 1984 dazu, die nach Berlin mit Freileitungen gelieferte elektrische Energie mit einer elektrischen Spannung von 30 kV auf die niedrigere Spannung von 6 kV für die städtische Verteilung in das regionale Hauptverteilungsnetz zu transformieren. Im Dachgeschoss fand sich die Lichtwarte, von der aus die Berliner Straßenbeleuchtung überwacht und gesteuert wurde. Die nötigen Schalteinrichtungen mit Sammelschienen und Ölschaltern wurden um zwei innere Lichthöfe angeordnet, die Leistungstransformatoren waren in vorgesetzten Transformatorenkammern untergebracht. Das Abspannwerk weist Elemente des Backsteinexpressionismus und der märkischen Backsteingotik auf. Durch einen Umbau 2005/2006 wurde das Innere des Gebäudes fast komplett neu errichtet.

Errichtet wurde das Werk 1928 nach Plänen von Hans Heinrich Müller, dem damaligen Hausarchitekten der Bewag. Das Gebäude entstand in Umsetzung des städtischen Stromverteilungskonzeptes von 1924. Benannt wurde es nach dem preußischen General Gerhard von Scharnhorst, dessen Grab auf dem nahegelegenen Invalidenfriedhof liegt.
Die Bewag schaltete das Werk 1984 ab und legte es 1992 endgültig still.
Nachdem es mehrere Jahre nicht gelang das Gebäude einer anderen Nutzung zuzuführen, entschied sich die Bewag für eine eigene weitere Nutzung. Ursprünglich plante die Bewag hier ein Hotel zu errichten, fand aber keinen Investor. Nach Plänen der Architekten Petra Kahlfeldt und Paul Kahlfeldt ließ sie das Gebäude in ein Service- und Kundencenter umbauen. Die Bewag verkaufte das Gebäude dafür an einen Immobilieninvestor, der das Haus umbaute, und schloss mit diesem einen langfristigen Mietvertrag. Der Umbau kostete insgesamt 40 Millionen Euro.
Gebaut wurde das Abspannwerk, typisch für den Backsteinexpressionismus, als Stahlskelettbau mit Backsteinfassade.
Das Gebäude liegt an der Sellerstraße 16–26 am Berliner Nordhafen. In diese Richtung ist auch die repräsentative westliche Frontfassade ausgerichtet, die durch mehrere vorspringende dreieckige Mauerpfeiler geprägt wird. Ebenfalls durch herausragende Bauten ist die rückwärtige Ostfassade geprägt. Hier fanden sich Transformatoren in den herausragenden Kammern. Süd- und Nordfassade sind glatt und haben Fenster, hinter denen sich Abrechnungsbüros und Personalräume befanden. Die Treppenhäuser sind an den Ecken des Gebäudes und von außen durch den größeren Abstand der Fenster erkennbar.
Im Inneren des Gebäudes befinden sich zwei kleinere Lichthöfe. Diese dienten der Belüftung und Entrauchung der technischen Geräte und sind seit dem Umbau überdachte Atrien.
Die Schaltwarte befand sich im Obergeschoss des Gebäudes, wo sie über ein Oberlicht beleuchtet wurde.
Vor dem Umbau 2005/2006 hatte das Gebäude insgesamt 16 verschiedene Ebenen. So gab es beispielsweise sogenannte Kabelgeschosse, in denen sich nur Kabel und technische Einrichtungen befanden und die dementsprechend niedrig waren. Beim Umbau wurde das Innere des Abspannwerks weitgehend abgerissen und die ehemals 16 Ebenen nun durch 7 Geschosse ersetzt. Fenster und Treppenstufen wurden den neuen Geschossen angepasst. Aus vorher 16 Ebenen des Gebäudes wurden 7 Geschosse.
52.53737213.367366Koordinaten: 52° 32′ 15″ N, 13° 22′ 3″ O

Bergen (Limburg)

Bergen (lim. Baerge) ist eine niederländische Gemeinde der Provinz Limburg und hatte am 1. Januar 2014 laut Angabe des CBS 13.231 Einwohner. Bergen hat eine Gesamtfläche von 109,43 km².
Sie besteht aus einem 20 km langen Streifen entlang der Maas, nördlich von Arcen en Velden. Sie grenzt an die deutsche Stadt Goch. In der Gemeinde liegen die Dörfer Bergen und Nieuw-Bergen mit dem Rathaus, Aayen, Afferden, Wellerlooi und Well – alle an der Maas – sowie Siebengewald an der Straße nach Goch.
Das ganze Gebiet gehört erst seit 1815 zu den Niederlanden. Zuvor gehörte es u. a. zu Preußen und Österreich. Im Zweiten Weltkrieg wurden die Dörfer mit ihren Kirchen und Schlössern größtenteils zerstört, da sie von etwa November 1944 bis März 1945 an der Frontlinie lagen. Die evakuierten Orte wurden außerdem mehrmals geplündert.
Die Gemeinde grenzt beinahe unmittelbar an das Gebiet des Flughafens Weeze in der benachbarten bundesdeutschen Gemeinde.
Es gibt in der Gemeinde viel Landwirtschaft, einige Jachthäfen, Campingplätze und eine Kiesgrube.
Bei Well entstand ein See, auf dem Wassersport betrieben werden kann. Im Süden der Gemeinde liegt der Naturpark „De Hamert“, in welchem viele unter Artenschutz stehende Pflanzen und Tiere leben.
Beek | Beesel | Bergen | Brunssum | Echt-Susteren | Eijsden-Margraten | Gennep | Gulpen-Wittem | Heerlen | Horst aan de Maas | Kerkrade | Landgraaf | Leudal | Maasgouw | Maastricht | Meerssen | Mook en Middelaar | Nederweert | Nuth | Onderbanken | Peel en Maas | Roerdalen | Roermond | Schinnen | Simpelveld | Sittard-Geleen | Stein | Vaals | Valkenburg aan de Geul | Venlo | Venray | Voerendaal | Weert

Joachim Pilz

Joachim Pilz (* 24. Dezember 1932 in Krotoszyn (Polen) ; † 13. Januar 2012) war ein deutscher Politiker (CDU). Er war von 1991 bis 1993 Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz.
Joachim Pilz wurde am 24. Dezember 1932 in Krotoszyn (Krotoschin) geboren. Er erlernte den Beruf eines Maschinenschlossers bevor er ein Hochschulstudium mit Abschluss als Dipl.-Ing. absolvierte. Von 1957 bis 1990 arbeitete er als wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungszentrum des Werkzeugmaschinenbaus und seiner Vorgängerinstitutionen. Pilz promovierte 1976 zum Dr.-Ing.
Pilz trat 1990 in die CDU ein. Von Juni 1990 bis April 1991 war er Stadtverordneter und Bürgermeister der westsächsischen Stadt. Als Nachfolger von Dieter Noll, der wegen Vorwürfen von Kompetenzüberschreitung und Unterwanderung des Stadtrates zurückgetreten war, übernahm er am 1. Juni 1991 zunächst amtierend die Amtsgeschäfte und wurde schließlich am 3. Juli 1991 zum Oberbürgermeisters von Chemnitz gewählt. Im September 1993 wurde Pilz vom Stadtrat abgewählt und der von den Ratsfraktionen SPD, PDS, FDP und Bündnis 90/Grüne unterstützte SPD-Kandidat Peter Seifert zu seinem Nachfolger bestimmt. Der Spiegel resümierte, dass Pilz in seinem Amt überfordert gewesen wäre und ebenso wie Noll „drei Jahre lang vor allem Chaos an[gerichtet hätte]“.
Anschließend war er als Immobilienbeauftragter der Landesbank Sachsen LB tätig. Ab Ende der 1990er stand Pilz neun Jahre lang dem Diözesanrat des Bistums Dresden-Meißen vor. In Anerkennung seiner Verdienste verlieh ihm Bischof Joachim Reinelt 2007 die St.-Benno-Medaille des Bistums.
Er starb am 13. Januar 2012 nach langer schwerer Krankheit.
Wilhelm André (1874–1896) | Heinrich Gustav von Beck (1896–1908) | Heinrich Sturm (1908–1917) | Johannes Hübschmann (1917–1930) | Walter Arlart (1930–1933) | Otto Härtwig (1933–1936) | Walter Schmidt (1936–1945) | Ernst Ring (1945) | Fritz Gleibe (1945) | Heinrich Engelke (1945) | Kurt Wuthenau (1945) | Max Müller (1945–1952) | Kurt Berthel (1952–1960) | Fritz Scheller (1960–1961) | Kurt Müller (1961–1986) | Eberhard Langer (1986–1990) | Dieter Noll (1990–1991) | Joachim Pilz (1991–1993) | Peter Seifert (1993–2006) | Barbara Ludwig (seit 2006)

Santa Maria Assunta (Pienza)

Santa Maria Assunta ist eine Konkathedrale in der toskanischen Stadt Pienza aus der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Wegen der Vermischung von Elementen der Renaissance und gotischer Bauelemente gilt sie als etwas eigenartig.

Die Kirche liegt an der zentralen Piazza Pio II der Altstadt von Pienza zwischen dem Palazzo Vescovile, also dem Bischofspalast, auf der linken Seite und dem Palazzo Piccolomini rechterhand. Die Gruppe der drei Bauten nimmt Bezug aufeinander, wobei die Domfassade beherrschend wirkt und insgesamt als edel gilt .
Der Dom gehört zu einer Reihe von Bauten, mit denen Papst Pius II., bis zur Wahl Enea Silvio Piccolomini, seine Geburtsstadt, das damalige Corsignano, in eine Idealstadt der Renaissance umbauen lassen wollte. Ausführender Baumeister war der florentinische Architekt Bernardo Rossellino, der Dom entstand – wie die anderen Bauten der Gruppe – von 1459 bis 1462. Da auf der Südseite des Platzes, dort, wo der Dom gebaut wurde, nicht genügend natürlicher Baugrund zur Verfügung stand, wurden, um den Chor mauern zu können, Substruktionen errichtet, was sich nachträglich als zum Schaden der Kirche herausstellte. Eine Besonderheit war, dass der Papst Rossellino ausdrücklich mit dem Bau einer Hallenkirche beauftragte. Diesen Bautyp dürfte Piccolomini während seiner Zeit als Sekretär Friedrich III. kennengelernt haben, möglicherweise in Oberbayern. Nach Fertigstellung 1462, am 29. August, wurde der Bau geweiht und zum Bischofssitz erhoben. Die Fertigstellung der Innenausstattung zog sich bis 1464 hin.
Die Fassade ist dreiachsig und zweigeschossig ausgeführt, Hauptgliederungselement sind die vier Kolossalpilaster grundlegend toskanischer Ordnung. Die Fassade gibt die innere Struktur des Baues insoweit wieder, als die Blendbogenarkaden zwischen den Pilastern in der gleichen Höhe abschließen. Die das Portal und die beiden anderen seitlichen Zugänge, sie entstammen mit den sie überwölbenden Segmentbögen Vorbildern ländlicher toskanischer Architektur, rahmenden Säulen folgen im Untergeschoss der Ionischen Ordnung, diejenigen des Obergeschosses der Korinthischen Ordnung. Die Stellung von Säulen in eine Fassade übernahm Rossellino von seinem Lehrer in der Architektur, Leon Battista Alberti. Als Beispiele für von Alberti erbaute Vorgänger werden Santa Maria Novella in Florenz und der Tempio Malatestiano in Rimini genannt. In den Seitenachsen sind Ädikulanischen eingefügt, ein Element florentinischer Protorenaissance. In den die Fassade abschließenden Dreiecksgiebel laufen die inneren Pilaster durch, im Mittelteil des Giebels ist das päpstliche Wappen Piccolominis eingefügt.
Die Kirche ist der Grundstruktur nach eine Hallenkirche, verfügt also über drei Kirchenschiffe mit gleich hohen Gewölben, das gleiche trifft für das Querhaus zu. Der Raum ist an sich eine Konstruktion der Renaissance, enthält aber dennoch eine Reihe von gotischen Bauelementen, so dass der Raumeindruck gelegentlich an englische Kathedralgotik zu erinnern vermag. Die die Arkaden- und Gurtbögen stützenden Bündelpfeiler tragen eigenartige, nicht der gotischen Baukunst entstammende Kapitelle. Wie wenig Rossellino mit den komplizierten Regeln gotischen Bauens vertraut war, er selbst hat nie ein gotisches Bauwerk gesehen, zeigen auch die länglichen Kämpfer unterhalb der – in den Seitenschiffen – an sich gotischen Kreuzgratgewölben. Eine vergleichbare Kämpferstellung findet sich nur noch im Querhaus des Doms von Siena.
Das fünfjochige Mittelschiff der Kirche läuft in der Chorkapelle aus, die beiden seitlichen Nebenchorkapellen sind, abermals gotischen Vorbildern folgend, um 45 Grad zu dieser versetzt. Die erwähnten Substruktionen waren insoweit schädlich, als sie sich im Verlauf der Jahrhunderte setzten. Daher sind die Pfeiler des Chores im Vergleich zu denen des Mittelschiffes um einige Grad hangabwärts nach Süden geneigt und mussten verstärkt werden. Ebenfalls gotischen Vorbildern folgen die Spitzbogenfenster mit ihrem Maßwerk.
An der Ausstattung zeigen sich die Unterschiede zwischen den einzelnen Künstlerschulen der Zeit. Während Pius II. für die Bildhauerei Rossellinos Werkstatt bevorzugte, gingen die Aufträge für die Bilder der Altarretabel an sienesische Künstler. So verfügt die Kirche über eine Anzahl an Altargemälden bedeutender Künstler des Quattrocento, so von Vecchietta, Sano di Pietro, Matteo di Giovanni, Giovanni di Paolo und Stefano di Giovanni Sassetta. Sie arbeiteten noch im „gotischen Stil“ des Trecento.
43.07633333333311.679138888889Koordinaten: 43° 4′ 34,8″ N, 11° 40′ 44,9″ O

Bou Ahmed

Si Ahmed ben Musa, Bou-Ahmed oder Ba Ḥmad (Abu Aḥmad) (* 1840 in Marrakesch; † 13. Mai 1900 ebenda) war von 1894 bis 1900 Großwesir am Hof von ʿAbd al-ʿAzīz und führte als solcher die Regierung für den anfangs noch minderjährigen Regenten.
Bou Ahmed war der Sohn des Großwesirs Sī Mūsā, der als dunkelhäutiger Sklave in einem der Paläste der Scherifen geboren wurde. Er wuchs mit dem Thronfolger Mulai al-Ḥasan I. auf. Als Mulai Ḥasan Sultan wurde, machte er Abu Mohammed zum Kammerherrn.
Nach dem Tod von Mulai al-Ḥasan I. 1894 während einer Militärexpedition bei Kasba Tadla, führte Bou Ahmed die Regierung. Er arrangierte, dass nicht der Erstgeborene, sondern Ḥasans jüngster Sohn ʿAbd al-ʿAzīz mit 13 Jahren zum neuen Scherifen ausgerufen wurde. In den verschiedenen Pfalzen Rabat, Fès und Marrakesch gab es eine Handvoll Nachfahren des Propheten, welche den Thron mit mindestens gleich viel Recht für sich in Anspruch hätten nehmen können. Die einflussreichste Fraktion war in Rabat, deshalb sollte hier ʿAbd al-ʿAzīz als Erbe von Mulai al-Ḥasan I. proklamiert werden. Kasba Tadla war damals von Rabat mindestens fünf Reisetage entfernt. Um dem Boten, der in Rabat die Ausrufung von ʿAbd al-ʿAzīz veranlassen sollte, einen Vorsprung zu geben, wurde der Tod von Mulai al-Ḥasan zunächst nicht bekannt gegeben und das höfische Zeremoniell mit der Leiche vorgesetzt. Bis der Körper des Sultans seinen Tod am Geruch verriet, war ʿAbd al-ʿAzīz als Regent installiert und Bou Ahmed bildete mit Lalla Reqia, der Mutter des neuen Sultans, einer weißen Sklavin aus dem osmanischen Gebiet Kaukasien, eine Koalition.
Als mögliche Rivalen in Fès machte Bou Ahmed den Kriegsminister Si Mohammed Soreir und dessen Bruder Haj Amaati, den Großwesir, aus. Amaati wurde bei seinem Antrittsbesuch beim neuen Sultan in Ketten gelegt und an seinen Bruder Soreir, der vor seinem Haus verhaftet worden war, gekettet und nach Tetuan gesandt. Als Amaati starb, wollte ihn der Gouverneur von Tetuan nicht begraben, da er fürchtete, der Sultan würde ihn dafür strafen, dass er ihn habe entkommen lassen, und fragte schriftlich beim Scherifen um Anordnungen nach. Deshalb blieb Si Mohammed Soreir, bis Antwort vom Hof kam, elf Tage an seinem verstorbenen Bruder angekettet. Als 1908 ʿAbd al-ʿAzīz von seinem älteren Halbbruder ʿAbd al-Ḥāfiẓ gestürzt wurde, kam Soreir frei.
Ende 1899 wurde unter Bou Ahmed die Rebellion Misfioua Berber im Zentralatlas niedergeschlagen. Auf der Straße liefen Gefangene, in Gruppen zu 15 bis 20 aneinandergekettet. Ihre Frauen und Kinder schleppten sich ihnen nach. Bou Ahmed ließ mit 50 gepökelten Misfiouaköpfen die Stadtmauer von Fès dekorieren. Andere Misfioua wurden geprügelt, und die Salzstrafe angewandt. Die Handflächen wurden aufgeschnitten, die Schnitte mit Salz gefüllt, die Finger zurückgebogen, und eine Faust mit nasser Schafhaut gebunden. Wenn dies getrocknet war, war die Hand für immer ein nutzloser Fleischball. .
Als es mit Bou Ahmed zu Ende ging bestellte er auf den Rat von Ärzten noch Sauerstoffflaschen in Europa, er starb aber bevor diese Marokko erreichten, an Herzinsuffizienz.
1867 ließ Si Moussa in Marrakesch einen Palast errichten, den sein Sohn Bou Ahmed um eine Moschee, einen Hamam und einen Garten ergänzen ließ und Bahia-Palast nannte. Der Bahia-Palast hat heute auf 8000 m², 160 Räume, Patios und Riads.
bemalte Holzdecke
Architekturdekor Türbobenwange
Türsturz
Kassettendecke
Als Bou Ahmed 1900 starb, ließ Abd al-Aziz sein gesamtes Vermögen konfiszieren. 31.621388888889-7.9822222222222Koordinaten: 31° 37′ N, 7° 59′ W

Campiglia Cervo

Campiglia Cervo ist eine Gemeinde mit 156 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2013) in der italienischen Provinz Biella (BI), Region Piemont.
Die Nachbargemeinden sind Andorno Micca, Mosso, Piedicavallo, Quittengo, Rosazza, San Paolo Cervo und Valle Mosso.
Das Gemeindegebiet umfasst eine Fläche von 11 km².
Ailoche | Andorno Micca | Benna | Biella | Bioglio | Borriana | Brusnengo | Callabiana | Camandona | Camburzano | Campiglia Cervo | Candelo | Caprile | Casapinta | Castelletto Cervo | Cavaglià | Cerreto Castello | Cerrione | Coggiola | Cossato | Crevacuore | Curino | Donato | Dorzano | Gaglianico | Gifflenga | Graglia | Lessona | Magnano | Massazza | Masserano | Mezzana Mortigliengo | Miagliano | Mongrando | Mosso | Mottalciata | Muzzano | Netro | Occhieppo Inferiore | Occhieppo Superiore | Pettinengo | Piatto | Piedicavallo | Pollone | Ponderano | Portula | Pralungo | Pray | Quaregna | Ronco Biellese | Roppolo | Rosazza | Sagliano Micca | Sala Biellese | Salussola | Sandigliano | Selve Marcone | Soprana | Sordevolo | Sostegno | Strona | Tavigliano | Ternengo | Tollegno | Torrazzo | Trivero | Valdengo | Vallanzengo | Valle Mosso | Valle San Nicolao | Veglio | Verrone | Vigliano Biellese | Villa del Bosco | Villanova Biellese | Viverone | Zimone | Zubiena | Zumaglia